Produktfilm produzieren lassen – so läuft das ab
Die Frage vor der Frage: Wofür ist der Film da?
„Wir bräuchten mal ein Produktvideo" ist der häufigste Satz am Anfang – und der unbrauchbarste. Ein Film für den Onlineshop sieht anders aus als einer für den Außendienst, und der wieder anders als einer für die Messe.
Deshalb steht bei uns vor jedem Angebot eine kurze Klärung: Wer schaut das? An welcher Stelle im Kaufprozess? Und was soll die Person danach tun? Zehn Minuten am Telefon, und der Rest wird deutlich einfacher.
Was du mitbringen musst – und was nicht
Du brauchst kein Konzept. Das ist unser Job, nicht deine Hausaufgabe. Wer mit einem fertigen Storyboard kommt, ist willkommen; wer mit einer groben Idee kommt, genauso.
Du brauchst das Produkt. Klingt banal, ist aber der häufigste Grund für Verzögerungen: Prototypen, die nicht rechtzeitig fertig werden, oder Muster, die noch beim Kunden stehen. Sag uns früh, wann ein vorzeigbares Exemplar verfügbar ist.
Du brauchst jemanden, der entscheiden darf. Ein Ansprechpartner mit Freigabebefugnis spart mehr Zeit als jede Technik. Projekte, die durch vier Abteilungen laufen, dauern doppelt so lange – das liegt nicht am Dreh.
Du brauchst kein Studio. Wir bringen Licht, Hintergründe und Technik mit. Ein aufgeräumter Raum mit Strom reicht oft völlig.
Der Ablauf, Schritt für Schritt
1. Erstgespräch (kostenlos, ca. 30 Minuten). Produkt, Zielgruppe, Kanal, zeitlicher Rahmen, Budgetkorridor. Danach weißt du, ob es passt.
2. Konzept und Angebot. Du bekommst schriftlich: die Idee, die geplanten Einstellungen, den Ablaufplan und einen Festpreis. Keine Positionen, die „nach Aufwand" abgerechnet werden.
3. Vorbereitung. Wir klären Drehort, Termin, wer dabei sein muss und welche Produktmuster gebraucht werden. Du bekommst einen Drehplan, der auf eine Seite passt.
4. Der Drehtag. Meist ein Tag. Wir bauen früh auf und arbeiten die Liste ab. Bei mehreren Produkten schaffen wir sechs bis zehn an einem Tag, wenn sie ähnlich sind und bereitstehen.
5. Schnitt und Postproduktion. Rohschnitt, deine Anmerkungen, Feinschliff, Farbkorrektur, Sounddesign, Grafik. Falls Animation dazugehört, läuft sie parallel.
6. Übergabe. Alle Formate sauber benannt: lang für die Website, kurz für Social, hochkant, Messeschleife ohne Ton, dazu Standbilder aus dem Dreh.
Vom Erstgespräch bis zur Übergabe: bei Realbild drei bis vier Wochen, mit Animation eher fünf bis acht.
Woran du eine gute Produktionsfirma erkennst
Das ist keine Werbung in eigener Sache, sondern eine Checkliste, mit der du jeden Anbieter prüfen kannst – uns eingeschlossen.
Stellt sie Fragen zum Produkt, bevor sie über Technik redet? Wer sofort von Kameras und Drohnen spricht, hat noch nicht verstanden, was du verkaufst.
Gibt es einen Festpreis oder nur einen Tagessatz? Tagessätze verlagern das Risiko auf dich. Ein Festpreis zwingt die Produktion, sauber zu planen.
Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Wenn das nicht im Angebot steht, wird es später teuer. Bei uns gibt es keine Begrenzung – du zahlst erst, wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist.
Wem gehört das Material am Ende? Lass dir Nutzungsrechte und Musiklizenz schriftlich geben. Viele Produktionen lizenzieren Musik auf ein Jahr und eine Plattform – dann darfst du deinen eigenen Film irgendwann nicht mehr zeigen. Bei uns ist die Musiklizenz immer zeitlich und räumlich unbegrenzt, auf allen Kanälen.
Bekommst du mehrere Formate oder nur eine Datei? Ein einzelnes Querformat ist heute zu wenig. Frag konkret nach Hochformat, Kurzfassung und untertitelter Version.
Zeigt sie Arbeiten aus deiner Branche? Ein Modefilm beweist wenig über die Fähigkeit, eine Maschine verständlich zu filmen.
Die drei häufigsten Fehler
Zu spät angefangen. Der Film soll zur Messe fertig sein, die Anfrage kommt drei Wochen vorher. Machbar, aber teurer und ohne Puffer.
Zu viel in einen Film gepackt. Zehn Produktvorteile in 90 Sekunden bleiben genauso wenig hängen wie keiner. Lieber drei Aussagen, die sitzen.
Kein Plan für danach. Der Film liegt fertig auf dem Server und wird an drei Stellen eingebunden. Überleg vorher, wo er überall laufen soll – dann produzieren wir die passenden Fassungen gleich mit.
Erzähl uns von deinem Produkt.
Ein Foto und drei Sätze reichen. Wir sagen dir, welches Format passt, wie lange es dauert und was es kostet – kleine Produktfilme starten bei 950 Euro inklusive allem. Antwort meist noch am selben Werktag.
FEATURED WORKS
FAQS
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Wie lange dauert die Produktion eines Produktfilms?
Bei reinem Realbild drei bis vier Wochen vom Erstgespräch bis zur Übergabe, mit Animation fünf bis acht. Der Flaschenhals ist selten der Dreh, sondern die Abstimmung – wer schnell Feedback gibt, hat den Film früher.
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Muss ich ein Konzept oder Skript liefern?
Nein. Konzept und Drehbuch gehören zur Leistung. Du brauchst nur eine Vorstellung davon, was der Film erreichen soll – den Rest entwickeln wir und legen es dir schriftlich vor, bevor gedreht wird.
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Können mehrere Produkte an einem Tag gedreht werden?
In der Regel ja, und das ist der größte Hebel beim Preis. Sechs bis zehn ähnliche Produkte an einem Drehtag sind machbar, wenn alle Muster pünktlich bereitstehen.
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Braucht es zwingend ein Studio?
Nein. Wir bringen Licht, Hintergründe und Technik mit und drehen bei dir vor Ort. Für sehr aufwendige Setups mieten wir ein Studio an – dann steht das offen im Angebot.
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Was kostet ein Produktfilm?
Kleine Projekte starten bei 950 Euro inklusive allem, umfangreiche Produktionen gehen bis etwa 15.000 Euro, Spezialdrehs liegen darüber. Wir arbeiten nach dem Budgetprinzip: Du nennst den Rahmen, wir entwickeln die beste Idee dafür. Alle Faktoren im Detail stehen auf unserer Seite zu den Kosten eines Produktfilms.
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Wem gehören die Rechte am fertigen Film?
Dir, zeitlich und räumlich unbegrenzt und inklusive Musiklizenz. Das Rohmaterial archivieren wir, damit später neue Schnitte möglich sind, ohne dass noch einmal gedreht werden muss.